An der Schnittstelle von Marke, Bild und Sprache

Angefangen habe ich mit Industrial Design – mit dem Fragen, wie Objekte ihre Form erhalten, wie sie von Menschen genutzt werden und wie sie Menschen berühren. Irgendwann wurde aus dem ‚Wie‘ eher ein ‚Was sagen sie?‘ und der Fokus verschob sich vom Objekt zur Kommunikation. Seitdem interessiert mich der Raum, in dem Gestaltung anfängt, etwas zu sagen.
Nach meinem Bachelor arbeitete ich rund fünf Jahre in einer Agentur für Markenentwicklung und Markenkommunikation – im täglichen Umgang mit Brands, die kommunizieren, Haltungen transportieren und Menschen überzeugen.
Aktuell studiere ich im Master Kommunikationsdesign an der HSBI und setze mich mit Design aus einer theoretischeren Perspektive auseinander, um strategische Kompetenz und gestalterische Praxis zu verbinden. Meine Masterarbeit untersucht Wissenschaftskommunikation als Gestaltungspraxis und geht der Frage nach, wie ein gestalterischer Ansatz dabei helfen kann, strategische Wissenschaftskommunikation zu entwickeln.
Dabei zeigt sich für mich, dass Gestaltung Translation ist. Es geht nicht darum, wie etwas aussieht, sondern um das, was es auslöst, was es bewegt und was es sagt. Gestaltung macht Informationen verständlich, Verborgenes zugänglich und Entwicklungen spürbar – sie übersetzt Informationen in visuelle Sprache. Und das Medium wird selbst Teil der Kommunikation. Ich gestalte nicht für Print oder für Digital, sondern für das, was kommuniziert werden soll – obwohl ich eine ganz besondere Leidenschaft für alles Gedruckte habe (inklusive Reinzeichnung!).