Werkschau
Das visuelles Erscheinungsbild der Ausstellung der Abschlussarbeiten von der HSBI
Problem
In Zeiten des fundamentalen Wandels müssen sich auch Experten und Expertinnen des Wandels wandeln: Bestehende Zustände hinterfragen, Strukturen neu gestalten und nachhaltige Veränderungen anstoßen. Transformation ist nicht nur ein Schlagwort, sondern das Gebot der Stunde. Es geht schließlich darum, neue Zukünfte zu formen und ein gutes Leben für alle Menschen und Lebewesen zu ermöglichen. Die Werkschau 2024/25 setzte genau hier an: Sie inszenierte Transformation als sichtbares Moment im Rahmen der Abschlussausstellung des Fachbereichs Gestaltung. Doch wie kann Gestaltung Wandel erfahrbar machen?
Lösung
Das Projekt setzt auf einen Motion-First-Ansatz, bei dem Dynamik, Modularität und Prozesshaftigkeit im Vordergrund stehen. Analog zerschnittene Buchstaben werden digital transformiert und bleiben stets in Bewegung. Neue Formen und Strukturen entstehen ganz von selbst, lediglich angestoßen durch den Impuls der Bewegung. Das Design ist laut, präsent und inszeniert das ‚Dazwischen‘ – die Momente im Übergang von Zustand A zu B. Genau dort, wo Veränderung sichtbar wird.
Hochschulen sind Laboratorien für gesellschaftliche Zukunft. Mit der Werkschau treten Studierende aus dem geschützten Raum der Ausbildung in die Arbeitswelt über – und bringen genau die Ideen ein, die den Markt und die Gesellschaft verändern können. Transformation heißt hier: Prinzipien der Nachhaltigkeit in die Praxis zu übersetzen. Ressourcen teilen, Vielfalt nutzen, Systeme vernetzen – all das wird im Ausstellungsformat sichtbar und erlebbar. So zeigt sich, wie Design nicht nur Objekte, sondern auch Prozesse und Haltungen gestaltet.
Awards: ADC Talent und DDC
Bei der Designentwicklung wechselten sich Phasen des gemeinsamen Brainstormings, der Inspirationssammlung und des Austauschs mit individueller Exploration und dem subjektiven Einfühlen in das Themenfeld ab. Unser erster gemeinsamer Meilenstein war der Konsens in der inhaltlichen wie visuellen Ausrichtung in Form des Keyvisuals.
Um den Prozess bis zur Ausstellungseröffnung effizient zu gestalten, teilten wir anschließend die designbezogenen Aufgaben und Zuständigkeiten auf: Ich übernahm die Hauptverantwortung für den Editorial-Bereich; Social Media, das Orientierungssystem sowie Merchandise wurden hauptsächlich von Paul und Ina übernommen – immer mit gemeinsamer Feinabstimmung und Freigabe.
Eine weitere zentrale Aufgabe war die gesamte Eventorganisation, die wir kollektiv stemmten. Durch dieses starke Teamwork verlief die Werkschau reibungslos – was sich letztendlich auch in der doppelten Award-Auszeichnung widerspiegelte.
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